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Akupunktur in der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
Was ist Akupunktur?
Der Begriff Akupunktur leitet sich vom lateinischen „acus pongere“ ab, was Nadelstich bedeutet. Die Akupunktur ist eine Behandlungsmethode asiatischen Ursprungs, die mehr als 2000 Jahre alt ist. Sie ist nur ein Bestandteil der umfangreichen Traditionellen Chinesischen Medizin.
Wie funktioniert Akupunktur?
Die Akupunktur ist eine Reiztherapie. Das heißt, dass man definierte Punkte auf der Körperoberfläche stimuliert. Diese Stimulation kann mit Hilfe von Druck (Akupressur), Wärme (Moxibustion) oder Nadelstich (Akupunktur) erfolgen.
Es gibt 361 klassische Akupunkturpunkte. Man unterscheidet Punkte, die am gesamten Körper verteilt sind und Punkte eines speziellen Mikrosystemes, z.B. in der Ohrmuschel. Die Punkte liegen auf Leitbahnen, den sogenannten „Meridianen“. In der chinesischen Vorstellung fließt in diesen Leitbahnen die Lebensenergie. Wenn eine Störung des Energieflusses vorliegt, erkrankt der Patient. Mittels Reizung der Akupunkturpunkte kann ein Ausgleich des gestörten Energieflusses erfolgen, und der Patient kann geheilt werden.
In der Praxis werden in der Regel sehr dünne Nadeln in die entsprechenden Punkte gestochen, wo sie ca. 20 Minuten verbleiben und dann entfernt werden. Diese Prozedur wird je nach Erkrankung und Erfolg wiederholt.
Warum ist eine Akupunkturtherapie sinnvoll?
Ein entscheidender Vorteil der Akupunktur ist, dass sie sehr nebenwirkungsarm ist und eventuell auch bei Versagen bisheriger Therapien helfen kann. Gelegentlich treten Nebenwirkungen wie Bluterguss, Kreislaufprobleme oder anfängliche Verschlimmerung des Leidens auf. Ernstere Folgen sind extrem selten. Somit kann die Akupunktur besonders gut eingesetzt werden bei Patienten, die Medikamentennebenwirkungen kennen oder fürchten oder Präparate nicht einnehmen dürfen, z.B. in der Schwangerschaft.
Wann ist eine Akupunkturtherapie sinnvoll?
In der westlichen Welt findet die Akupunktur vor allem bei Krankheiten Anwendung, bei denen eine sogenannte Regulationsstörung vorliegt. Erkrankungen, bei denen Gewebe oder Nerven schon zerstört sind, eignen sich nicht für diese Methode. Die Akupunktur ist eine wertvolle Ergänzung zu den grundsätzlichen Therapieformen
Welche Möglichkeiten der Anwendung der Akupunktur gibt es auf dem Gebiet der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde?
Die Akupunktur eignet sich prinzipiell zur begleitenden oder ausschließlichen Behandlung folgender Krankheitsbilder:
- Schmerzzustände, z.B. Kopfschmerzen/ Migräne
- Akute und chronische Entzündungen,
z.B. Nasennebenhöhlenentzündung
- Gesichtsnervenlähmung
- Trigeminusneuralgie
- Ohrgeräusche
- Allergische Erkrankungen,
- Geruchsstörungen
- Suchterkrankungen,
z.B. im Rahmen der Raucherentwöhnung
- HWS-Syndrom
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